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Donnerstag, 27. März 2014

Platz 5: "The geek (shall inherit)" - Wir sind Helden

Fakten:
Titel: "The geek (shall inherit)"
Interpret: Wir sind Helden
Erscheinungsjahr: 2007
Album: "Soundso" (Track 7)
Länge: 3 min 40

Einstieg:
Einige von euch werden vielleicht nicht verstehen,warum dieses Lied in meiner Top Ten ist und andere, musikalisch und inhaltlich interessantere, dafür nicht. Hier ist der persönliche Bezug der springende Punkt. Aber lest selbst:

Inhalt:
Es geht um Streber. Das Leben eines Strebers. Und ganz allgemein um Menschen, die anders sind und nicht ins gesellschaftliche Bild passen. Was macht man, wenn man immer rausfällt, aber nicht "weit genug, um woanders anzukommen"? Die Lösung: man steht zu seinem Streberdasein, sucht sich, was einem gefällt, und lebt sein Leben. Letztendlich ist es sowieso egal, ob man bei den anderen gut ankommt, schließlich werden Streber am Ende die Welt erben!
"The geek" - der Titel klingt erstmal nicht nach Wir sind Helden. Ist aber von denen. Und das Lied ist auch nicht komplett auf Englisch, sondern nur teilweise.
Naja, ich muss auch zugeben, dass "Der Streber (soll erben)" als Titel ziemlich bescheuert klingt. Außerdem sind einige Bezüge zu Amerika im Text enthalten ("Quarterback", "Homecoming queen"), deswegen passt das Englische irgendwie.
Im Text sind auch ein paar Anspielungen auf die Bibel enthalten ("Herr, lass diesen Knilch an mir vorübergehen"). Keine Ahnung wieso, dafür bin ich nicht bibelfest genug. Aber der Song ist von Wir sind Helden, das ergibt mit Sicherheit Sinn, wenn man es versteht. ;)

Persönlicher Bezug:
Ich glaube, ich bin so ein "Geek". Nicht in der ausgeprägtesten Form, aber ich mag es nicht, mich in irgendwelche Strukturen einzuordnen und so zu sein, wie alle mich haben wollen. Ich sehe vollkommen normal aus und bin echt gut in der Schule, also wirke ich erstmal konform, aber dafür bin ich glaub ich viel zu kritisch und bescheuert. Manchmal falle ich dann doch auf und mache Dinge, die andere komisch finden. Zum Beispiel drei Dreadlocks haben. Wobei ich mich auch in dieses System nicht einordnen will. Ich will jetzt nicht plötzlich nur noch Reggae hören und kiffen, nur weil ich Dreadlocks habe.
Für dieses unklischeehafte Denken habe ich eine Weile gebraucht, aber der Satz "Du musst hier nicht dazugehören, aber such dir was zu dir gehört" hat mich immer aufgemuntert. Das ist ein Satz, an den ich wirklich glaube, und den ich versuche, so gut wie möglich zu praktizieren.
Das Lied ist mit Sicherheit weder das schönste Lied allgemein, noch das schönste Lied von Wir sind Helden. Trotzdem ist es eine Art Hymne für mich, weil ich mich so sehr damit identifizieren kann und deshalb hat es diesen Platz 5 in meiner Liste absolut verdient.

Hier hören:

[Song]
[Lyrics]

LG,
RB

Montag, 24. März 2014

Platz 6: "Außer dir" - Wir sind Helden

 Tut mir leid, ich hatte am Wochenende einfach keine Zeit... aber jetzt bin ich wieder da :) :


Fakten:
Titel: "Außer dir"
Interpret: Wir sind Helden
Erscheinungsjahr: 2003
Album: "Die Reklamation" (Track 11)
Länge: 3 min 41

Einstieg:
Ja ja, mal wieder Wir sind Helden. Allerdings ist "Außer dir" eins der nachdenklicheren und dafür weniger bekannten Lieder. Schade eigentlich. Einige von meinen Freunden haben es im Deutschunterricht besprochen und irgendwie passt das ja auch. Aber es wäre schön, wenn generell mehr Leute es freiwillig hören würden... :)

Inhalt:
Der Text mutet leicht absurd an.
"Ich fühl' mich unwohl ohne Kopf in der Straßenbahn, deswegen lern' ich kopflos Fahrrad fahrn'"
Teilweise morbide und voll von Sprachwitz. So viele Wortspiele, Metaphern. Ein verdammt interessanter Songtext. Und es geht um... Liebe. Natürlich.
Das lyrische Ich ist so verliebt, dass es an nichts anderes mehr denken kann. Es ist vollkommen kopflos und kurz vor der Selbstaufgabe. Es meistert den Alltag irgendwie, aber ist gedanklich in vollkommen anderen Sphären unterwegs.
Ich glaube, das ist wirklich der beste Songtext, den ich kenne. Jeder Satz ist ein Kunstwerk. Das können nur Wir sind Helden! (Sollte ich nochmal einen besseren Songtext finden, informiere ich euch sofort ;) ).

Persönlicher Bezug:
Ich kenne dieses Lied schon sehr lange und es hat für mich kaum an Reiz verloren. Es ist so ruhig und verzweifelt und neben der Spur. Ich bin auch manchmal sehr gedankenverloren und kann mich damit sehr gut identifizieren. Es ist auch kein 08/15-Song, spontan fällt mir nicht viel wirklich Vergleichbares ein.

Reinhören:

[Song]
[Lyrics]

LG,
RB
"Und ich beiß' deinen Namen ins Gras..."

Dienstag, 18. März 2014

Platz 9: "Denkmal" - Wir sind Helden

Fakten:
Titel: "Denkmal"
Interpret: Wir sind Helden
Erscheinungsjahr: 2003
Album: "Die Reklamation" (Track 4)
Länge: 3 min 18

Einstieg:
Die meisten von euch kennen das Lied wahrscheinlich. Lief früher häufiger mal im Radio und ist auch sonst nicht unbekannt.
Ich persönlich war und bin ein großer Wir-sind-Helden-Fan und finde es sehr schade, dass die Band sich aufgelöst hat (hab ich zumindest so gelesen, sagt mir bescheid, wenn ich fehlinformiert bin). "Denkmal" war das erste Lied, was ich von ihnen gehört habe, und obwohl ich es am Anfang überhaupt nicht verstanden habe, fand ich es sofort toll.

Inhalt:
Wie gesagt, am Anfang habe ich dieses Lied nie verstanden. Für mich klang es immer einfach nach wütenden Hippies. Und dann kam meine schlaue Mutter mit ihrer Interpretation, dass es um die Ehe geht. Je länger ich drüber nachdachte, desto logischer wurde diese Erklärung für mich. Immerhin kommt der Satz "Jeder Vollidiot weiß, dass das die Liebe versaut" darin vor. Ich will behaupten, wirklich jeder kennt gescheiterte Ehen. Dann die "goldene Schrift" und "für immer vereint".
"Denkmal" ist also vielleicht als Kritik an der Ehe, die die Liebe in Stein meißelt, gemeint.
[Ich muss sagen, das ist nicht unbedingt meine Meinung. Ich finde auch, dass man nicht zu früh und nicht zu unüberlegt heiraten sollte und außerdem bin ich niemand, der von einer Traumhochzeit schwärmt und sich ein Leben ohne diese nicht vorstellen könnte. Trotzdem finde ich es okay, wenn man heiratet. Eine Ehe heißt ja nicht, dass man sich deswegen als Paar nicht weiterentwickeln kann und die Beziehung (bzw. die Liebe) wird ja durch eine Hochzeit nicht gleich komplett umgeworfen.]
Für mich ist der Kern des Songs daher die Rebellion, das Wilde, das ganz allgemeine Unzufrieden-sein-und-Protestieren.

Persönlicher Bezug:
Wie gesagt, es war das erste Lied, das ich von Wir sind Helden bewusst gehört habe. Ich war ungefähr zwölf, und saß in meinem Zimmer auf dem Boden. Hab wohl ein Puzzle gemacht oder so etwas. Das Radio lief und es kam "Denkmal". Ich war schwer beeindruckt und wollte sofort mehr von dieser Band hören. Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment.
Irgendetwas verbindet mich mit diesem Song. Ich glaube, es fasziniert mich, dass er so frei, neu und rebellisch klingt. Wie ein frischer Wind zwischen den sonst eher gefälligen Radioliedern. Außerdem finde ich das Intro und die Melodie einfach schön.
Und natürlich... es geht um Wir sind Helden. Ich liebe die Wortspiele und Metaphern. Ich liebe dieses täuschende "Sie haben uns!", das dann doch weitergeht mit "... ein Denkmal gebaut".

Wie habt ihr das Lied interpretiert? Findet ihr das mit der Ehe nachvollziehbar?

Und hier nochmal zum Reinhören:

[Video]
[Lied mit Lyrics]
[Lyrics]

LG,
RB

Samstag, 18. Mai 2013

LKTW... Eigenwillig: Arten von "Wollen"

Was will ich also?

Es gibt viel zu viele unterschiedliche Arten von "Wollen" (damit ist nicht Schafs- Alpaka- oder Baumwolle gemeint hihi).
Der eigentliche Sinn der Sache sollte ja sein, sich wirklich so viel wie möglich auf sich selbst zu beziehen, auf seine eigenen Wünsche und Vorstellungen.
Aber die sind immer abhängig von den Menschen, mit denen man sich umgibt. Es gibt so viele Dinge, die man will, weil sie eben so anerkannt sind, weil es einfacher ist, sie zu wollen.
Man kann sich gar nicht nur auf sich berufen, es gibt immer Einflüsse.

Also muss ich diese auch irgendwie in mein Wollen mit hineinnehmen und zulassen.
Aber in wieweit macht das noch Sinn, wenn ich mich auf mich selbst konzentrieren will?
Irgendwie muss sich das doch eingrenzen lassen.
Ich versuche also, wirklich nur Dinge zu wollen, die mir gut tun und die nicht nur von außen kommen. Also Dinge, für die es einen inneren Anreiz gibt.
Es wird schwierig, alle anderen Dinge zu verweigern, und ich weiß nicht, ob es mich zufriedener macht, wenn ich weiß, dass andere dann von mir enttäuscht sind.
Aber das ist ja gerade das Experiment.
Ich muss es versuchen.
Nein.
Ich will es versuchen. ;)

Jetzt noch ein wunderbares Lied, das die Widersprüchlichkeit des Wollens so herrlich veranschaulicht, wie es nur "Wir sind Helden" auf den Punkt bringen können.

Müssen nur wollen

LG,
RB

Freitag, 2. November 2012

Internet

Noch was:
Das Internet macht mich fertig.
Wie viel man einfach findet!
Ich könnte nur noch den ganzen Tag vorm Computer sitzen (mache ich ja quasi auch) und mich von fremden Internetwelten einlullen lassen.
Videos, Blogs, Fotos, Informationen, Spiele...

Um ehrlich zu sein, könnte ich vor allem auch Stunden damit verbringen, Brian Molko zu stalken.
Diese ganzen Interviews... und dann sagt er immer so süß "You know.".
Ganz ehrlich, das macht mich verrückt.

Aber auch wenn ich auf Fotoseiten gehe.
Zum Beispiel die hier.
Was das für tolle Fotos sind teilweise!
Da denke ich mir einerseits "Mann, bin ich schlecht" und andererseits bin ich total inspiriert und wünsche mir, sofort eine Profikamera in der Hand zu haben, damit ich jeden Fussel fotografieren kann, der an mir vorbeischwebt (nicht wörtlich zu nehmen).

Und ich habe erfahren, dass Judith Holofernes auch einen Blog hat.
Coole Sache.
Da könnte ich rein theoretisch sogar irgendwann einen Kommentar schreiben (mit Anmeldung vorher, keine Ahnung wie das läuft) und so direkt mit ihr kommunizieren.

Jaja, das Internet ist schon 'ne tolle Sache.
Wüsste echt nicht, was ich ohne machen würde den ganzen Tag.

Faule Grüße,
RB

Montag, 18. Juli 2011

18.07.2011

So, jetzt komme ich endlich dazu, von der Eifel zu berichten.
Es war schön, aber wir sind wirklich abends schon gefahren.
Das hat mich ein bisschen geärgert, aber letztendlich wäre es sowieso doof gewesen, im Regen zu zelten.

Also, von Anfang an.
Wir fuhren circa eine Stunde lang.
Es war bewölkt und sah nach Regen aus.
Ich hörte Musik.
Als wir die Eifel erreichten, packte mich direkt wieder mein Eifel-Gefühl.
Unglaublich glücklich ohne Erklärung.
Na gut, es lief auch gerade "Außer dir" auf meinem MP3-Player und ich liebe das Lied einfach so.
Die Eifel fasziniert mich.
Raubvögel, die umherkreisen, das hohe Gras, das mir winkt und die weiten hügeligen Felder.
Es wirkt alles so rau und gleichzeitig sympatisch.
Dann schließlich erreichten wir den Zeltplatz.
Mein MP3-Player spielte "Bring mich nach Hause"- ich habe es so interpretiert, dass ich zu Hause angekommen war (grins).
Ich musste sofort wieder alles erkunden.
Schmetterling
Durch die Gegend laufen.
Am liebsten hätte ich das ganze weite Land  umarmt, vor Freude, wieder an meinem Lieblingsort zu sein.
Es gab Kuchen und ich hörte ein bisschen den Gesprächen zu.
Dann meinte mein Bruder, mir die Höhle zeigen zu müssen, die unser Vater und er letztes Jahr entdeckt hatten.
Ich wäre fast die steilen Abhänge im Wald hinuntergepurzelt, aber irgendwie habe ich es doch überlebt.
Und tatsächlich war da eine echte Höhle im Fels.
Nicht sonderlich groß, aber so groß, dass ich bis zu einem gewissen Stück hineinkrabbeln konnte.
Mein Bruder sowieso, aber der ist auch ein Oberspargeltarzan :D.
Höhleneingang
Wir sind zurückgegangen und haben Fußball gespielt.
Allerdings nicht lange, weil ich total schnell kaputt war.
Später bin ich mit meinem Vater spazieren gegangen, wir haben nach langen Jahren vergeblichen Suchens einen Rundweg in der Gegend gefunden.
Dann haben wir gegrillt und ich hatte endlich die Zeit, alleine zur Burg zu gehen.
Ich wollte gerade mein alljährliches Foto machen, von der Bank und dem abgebrochenen Turm, da fiel mir auf, dass meine Lieblingsbank verschwunden war.
Find ich gemein.
Die Bank ist weg und das Licht schlecht :(
Na gut, sie war wirklich schon sehr verwittert, aber man muss zugeben, dass sie ziemlich malerisch ausgesehen hatte.
Es gab ein Lagerfeuer im Regen.
Wir haben Marshmallows gegrillt und Chips gefressen.
Lagerfeuer :)
Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Hause.
Ich war glücklich und mein MP3-Player spielte "Wenn es passiert".
Manchmal glaube ich wirklich, er versteht mich.

Ja, ich muss sagen, ich habe den Tag gut ausgenutzt:).
Bis bald,

RB