Ich schreibe in der letzten Zeit wieder täglich Tagebuch.
Eigentlich mehr zur Übung, damit ich mich daran gewöhne, Sachen zu formulieren und vielleicht so meinen Schreibstil verbessere.
Aber auch so habe ich das Gefühl, dass es mir viel bringt.
Man kriegt ein ganz anderes Gefühl fürs Leben.
Jeder Tag wird irgendwie wichtig und man kann nachlesen, wie es einem da ging, oder was man gemacht hat.
Man kann viel besser reflektieren.
Naja, vielleicht liegt das auch an meiner Tagebuchform.
Ich schreibe ja nicht "Liebes Tagebuch, heute habe ich Pfannkuchen gegessen...".
Ich schreibe jeden Tag den intensivsten Moment auf, wie in einem Buch.
Also so literarisch irgendwie (wie gesagt, will ja auch meinen Schreibstil verbessern).
Ich hatte das schonmal gemacht und hab jetzt wieder herausgefunden, wie toll das ist.
Nee wirklich, alles wirkt viel intensiver, was man erlebt hat.
Außerdem habe ich eh immer den Drang, mich irgendwo zu verewigen.
Ich kann es nur empfehlen, auch wenn Tagebuchschreiben einen so schlechten Ruf hat (nur Träumer schreiben Tagebuch, nur Mädchen schreiben Tagebuch, Tagebuch ist was für Weicheier...).
Seid mal ehrlich:
Habt ihr schonmal Tagebuch geschrieben oder schreibt ihr aktuell?
Findet ihr Tagebuchschreiben gut oder peinlich?
RB