Montag, 7. Juli 2014

Kanada

Ihr Lieben!

Ich habe EWIG nicht mehr geschrieben!
Ich war irgendwie uninspiriert. Außerdem hatte ich mir fest vorgenommen, das Musikprojekt noch abzuschließen, hatte aber die ganze Zeit eigentlich keine Lust darauf. Das hat mich total blockiert, und dazu geführt, dass ich gar nichts mehr geschrieben habe.

Aber jetzt bin ich wieder inspiriert und habe aufgehört, mir Vorwürfe wegen des Projektes zu machen. Es war einfach die Luft raus. Die letzten beiden Lieder wären "Drag" und "36 Degrees" von Placebo gewesen, vielleicht schreibe ich darüber beizeiten noch mal etwas.

Es ist auch einfach sehr viel in meinem Leben passiert, ich war also abgelenkt.
Ich habe Abitur gemacht (sehr zufrieden damit!) und fange im August mein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Theater an (vielleicht habe ich all das auch schon erzählt?).

Und gerade...
Befinde ich mich in Kanada!
Ich bin seit einer Woche hier und bleibe noch vier weitere. Ich wohne bei meiner Tante und meinem Onkel in Ontario.
Ich übe Kayak fahren und Englisch sprechen und überhaupt trainiere ich hart den Umgang mit anderen Menschen (das ist schlimm mit mir... darüber kann ich irgendwann anders noch mehr erzählen).
Hier gibt es so viel Schönes, die Natur ist einfach genial. Ganz andere Tiere und Pflanzen, zahlreiche Flüsse und Seen.

Ich habe grade nicht genug Worte für alles, was in der letzten Woche war, also schaut euch einfach ein paar Fotos an:

Nussfrühstück auf dem Tisch
in der Stadt, in der ich wohne
Spaziergang
Belichtungszeit-Experiment / Nationalstolz Ahornblatt
Liebste Grüße,
RB

P.S. : Wenn ihr irgendetwas Bestimmtes (z.B. die Anreise) genauer erzählt haben wollt, fragt einfach nach. :)

Sonntag, 20. April 2014

Mein Leben wird luxuriös

Eine kurze Unterbrechung der Top Ten, um euch ein wenig über mein bescheidenes Leben zu informieren. Es geht auf jeden Fall bald weiter mit Platz 2 und 1 und dann einer kleinen Zusammenfassung!

Aber jetzt muss ich es erstmal sagen: Ich liebe meine Familie! Früher konnte ich sie gar nicht so wertschätzen und fand sie immer nur lächerlich oder langweilig. Aber inzwischen merke ich, wie viel durch sie möglich wird. Wie viel sie für mich tun. Wie viel ohne sie fehlen würde in meinem Leben!
Und ich meine das erstmal ganz materiell. Dieses Jahr kriege ich ein gebrauchtes kleines Auto von meiner Großtante und ich fahre nach Kanada zu meiner Tante. Außerdem bekomme ich Geld von einem Sparvertrag, in den meine Großeltern jahrelang eingezahlt haben.
Und - was euch wahrscheinlich am meisten zugute kommt - meine Großeltern schenken mir zum Abitur eine Spiegelreflexkamera! Heute durfte ich die von meinem Großvater mal ausprobieren und habe gemerkt, wie verdammt GENIAL so eine Kamera ist! Ich habe mich sofort verliebt. Egal, wie dick die ist, und wie viel ich dann mitschleppen muss, es lohnt sich.

Ein paar Kostproben-Bilder:


Jedenfalls fühle ich mich jetzt wie jemand, der im dicksten Luxus lebt. Ich finde es irgendwie toll, aber ich habe auch ein kleines schlechtes Gewissen.
Ich hätte noch vor einem Jahr nicht davon zu träumen gewagt, ein eigenes Auto zu besitzen. Geschweigedenn, nach Kanada zu fahren, oder so eine geniale Kamera haben zu dürfen. Und es ist eigentlich mehr ein schönes Gefühl. Vor allem, weil es ja nicht nur das Materielle ist, sondern auch die unsichtbaren Güter, die sich dahinter verstecken. Mir wird Vertrauen entgegengebracht, Zuneigung. Obwohl ich doch gar nichts dafür getan habe! Es ist ein schönes, sicheres Gefühl, das ich jedem wünsche!

In diesem Sinne, frohe Ostern!

RB

Donnerstag, 17. April 2014

Platz 3: "Drive darling" - Boy

Es geht weiter!
Fakten:
Titel: "Drive darling"
Interpret: Boy
Album: "Mutual friends"
Jahr: 2011
Länge: 4 min 22

Einstieg:
Ich habe Boy das erste Mal zufällig bei tape.tv gesehen, im Rahmen eines Projektes, bei dem Musiker live Akustikversionen von ihren Liedern auf Dächern gespielt haben. Ich war von Anfang an fasziniert. Mir gefallen alle Lieder auf dem Album, und ich kann sie alle mitsingen, aber "Drive darling" berührt mich am meisten.

Inhalt:
Die Sängerin der Band, Valeska Steiner, hat in irgendeinem Interview mal erzählt, dass sie beim Schreiben dieses Songs inspiriert war von ihrem Umzug nach Hamburg, bei dem ihre Mutter sie die ganze Strecke (ich glaube, aus der Schweiz) gefahren hat. Und das hört man auch im Lied.
"I can almost hear you thinking: How could these days go by so fast?"
Eindeutig Gedanken einer Mutter.
Es geht um Aufbruch. Um Erwachsenwerden. Um die gemischten Gefühle, wenn die Freiheit die Gutenachtlieder ablöst: "I'm smiling on the surface, I'm scared as hell below...".
Aber am Schluss stellt sich heraus, dass immer jemand für einen da ist und helfen kann, wenn man Hilfe braucht. Sehr süß.

Persönlicher Bezug:
Bei mir geht es grade auch um Aufbruch. Bald bin ich offiziell volljährig, dann habe ich ein eigenes kleines gebrauchtes Auto (von meiner Großtante übernommen), dann mache ich Abitur, dann fahre ich nach Kanada und ganz bald kriege ich bestimmt auch meine Dreadlocks. Meine letzte Schulwoche habe ich schon hinter mir. Das geht alles so schnell.
Aber auch schon bevor ich mitten drin steckte im Erwachsenwerden hat mich das Lied schon gerührt. Ich stand schon so manches Mal an der Bushaltestelle mit Tränen in den Augen, weil ich diesen Song gehört habe. Er ist einfach wunder-wunderschön! Valeska Steiner hat eine grandiose Stimme und das ganze Lied klingt wirklich, als würde man im Auto sitzen, das einen in ein neues, erwachsenes Leben fährt.

Also: hört es euch unbedingt an!!

[Video]--> mir persönlich für diesen Song zu dramatisch!
[Song (live Akustik)]--> sehr schön
[Lyrics]

LG,
RB

Sonntag, 30. März 2014

Platz 4: "Where is my mind" - Placebo

Fakten:
Titel: "Where is my mind"
Interpret: Placebo (ursprünglich Pixies)
Album: "Sleeping with ghosts- Bonus disc" (bzw. "Surfer Rosa")
Jahr: 2003 (bzw. 1988)
Länge: 3 min 40

Einstieg:
Seit dem ersten Hören verband mich irgendwas mit diesem Stück. Und selbst obwohl ich inzwischen weiß, dass es im Original gar nicht von Placebo ist, sondern uralt und von den Pixies, bedeutet es mir unglaublich viel und schon der Klang der ersten Akkorde bringt mich in eine besondere Stimmung. Gestern habe ich dann auch noch den Film "Ein Mann, drei Leben - Mr. Nobody" gesehen (SEHR empfehlenswert) und da kam der Song auch vor!
Er wurde gefühlte hunderttausend Male gecovert, aber mir persönlich gefällt natürlich die Placebo-Version am besten. ;)

Inhalt:
Worum es genau geht, weiß ich nicht. Ist mir aber auch egal. Ich verbinde damit eine gewisse Unsicherheit, Verlorenheit, Verträumtheit, Suche nach der eigenen Identität. Alles höchst interessante Themen, wie ich finde. Die verzweifelte, aber doch eher locker gestellte Frage "Where is my mind?" und das hohe Gequietsche, das sich ständig wiederholt, erinnern mich an Jugendliche auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Keine Ahnung, ob das wirklich das Thema ist, aber für mich schon. (Punkt). ;)

Persönlicher Bezug:
Naja, der ergibt sich fast aus den obenstehenden Sachen. Mir gefällt die Musik einfach besonders gut, und mit Themen wie der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach der eigenen Identität kann ich mich gut identifizieren. Schließlich wird dieses Jahr ein Jahr des Orientierens und Suchens. Ich mache Abi und bin dann frei... Ich freue mich darauf, aber werde mich wahrscheinlich auch häufiger mal fragen: "Where is my mind?"...

Hört es euch an!!! :)

[Song (Placebo)]
[Original-Song (Pixies)]
[Placebo und Pixies LIVE]
[Lyrics]

LG,
RB

Donnerstag, 27. März 2014

Platz 5: "The geek (shall inherit)" - Wir sind Helden

Fakten:
Titel: "The geek (shall inherit)"
Interpret: Wir sind Helden
Erscheinungsjahr: 2007
Album: "Soundso" (Track 7)
Länge: 3 min 40

Einstieg:
Einige von euch werden vielleicht nicht verstehen,warum dieses Lied in meiner Top Ten ist und andere, musikalisch und inhaltlich interessantere, dafür nicht. Hier ist der persönliche Bezug der springende Punkt. Aber lest selbst:

Inhalt:
Es geht um Streber. Das Leben eines Strebers. Und ganz allgemein um Menschen, die anders sind und nicht ins gesellschaftliche Bild passen. Was macht man, wenn man immer rausfällt, aber nicht "weit genug, um woanders anzukommen"? Die Lösung: man steht zu seinem Streberdasein, sucht sich, was einem gefällt, und lebt sein Leben. Letztendlich ist es sowieso egal, ob man bei den anderen gut ankommt, schließlich werden Streber am Ende die Welt erben!
"The geek" - der Titel klingt erstmal nicht nach Wir sind Helden. Ist aber von denen. Und das Lied ist auch nicht komplett auf Englisch, sondern nur teilweise.
Naja, ich muss auch zugeben, dass "Der Streber (soll erben)" als Titel ziemlich bescheuert klingt. Außerdem sind einige Bezüge zu Amerika im Text enthalten ("Quarterback", "Homecoming queen"), deswegen passt das Englische irgendwie.
Im Text sind auch ein paar Anspielungen auf die Bibel enthalten ("Herr, lass diesen Knilch an mir vorübergehen"). Keine Ahnung wieso, dafür bin ich nicht bibelfest genug. Aber der Song ist von Wir sind Helden, das ergibt mit Sicherheit Sinn, wenn man es versteht. ;)

Persönlicher Bezug:
Ich glaube, ich bin so ein "Geek". Nicht in der ausgeprägtesten Form, aber ich mag es nicht, mich in irgendwelche Strukturen einzuordnen und so zu sein, wie alle mich haben wollen. Ich sehe vollkommen normal aus und bin echt gut in der Schule, also wirke ich erstmal konform, aber dafür bin ich glaub ich viel zu kritisch und bescheuert. Manchmal falle ich dann doch auf und mache Dinge, die andere komisch finden. Zum Beispiel drei Dreadlocks haben. Wobei ich mich auch in dieses System nicht einordnen will. Ich will jetzt nicht plötzlich nur noch Reggae hören und kiffen, nur weil ich Dreadlocks habe.
Für dieses unklischeehafte Denken habe ich eine Weile gebraucht, aber der Satz "Du musst hier nicht dazugehören, aber such dir was zu dir gehört" hat mich immer aufgemuntert. Das ist ein Satz, an den ich wirklich glaube, und den ich versuche, so gut wie möglich zu praktizieren.
Das Lied ist mit Sicherheit weder das schönste Lied allgemein, noch das schönste Lied von Wir sind Helden. Trotzdem ist es eine Art Hymne für mich, weil ich mich so sehr damit identifizieren kann und deshalb hat es diesen Platz 5 in meiner Liste absolut verdient.

Hier hören:

[Song]
[Lyrics]

LG,
RB

Montag, 24. März 2014

Platz 6: "Außer dir" - Wir sind Helden

 Tut mir leid, ich hatte am Wochenende einfach keine Zeit... aber jetzt bin ich wieder da :) :


Fakten:
Titel: "Außer dir"
Interpret: Wir sind Helden
Erscheinungsjahr: 2003
Album: "Die Reklamation" (Track 11)
Länge: 3 min 41

Einstieg:
Ja ja, mal wieder Wir sind Helden. Allerdings ist "Außer dir" eins der nachdenklicheren und dafür weniger bekannten Lieder. Schade eigentlich. Einige von meinen Freunden haben es im Deutschunterricht besprochen und irgendwie passt das ja auch. Aber es wäre schön, wenn generell mehr Leute es freiwillig hören würden... :)

Inhalt:
Der Text mutet leicht absurd an.
"Ich fühl' mich unwohl ohne Kopf in der Straßenbahn, deswegen lern' ich kopflos Fahrrad fahrn'"
Teilweise morbide und voll von Sprachwitz. So viele Wortspiele, Metaphern. Ein verdammt interessanter Songtext. Und es geht um... Liebe. Natürlich.
Das lyrische Ich ist so verliebt, dass es an nichts anderes mehr denken kann. Es ist vollkommen kopflos und kurz vor der Selbstaufgabe. Es meistert den Alltag irgendwie, aber ist gedanklich in vollkommen anderen Sphären unterwegs.
Ich glaube, das ist wirklich der beste Songtext, den ich kenne. Jeder Satz ist ein Kunstwerk. Das können nur Wir sind Helden! (Sollte ich nochmal einen besseren Songtext finden, informiere ich euch sofort ;) ).

Persönlicher Bezug:
Ich kenne dieses Lied schon sehr lange und es hat für mich kaum an Reiz verloren. Es ist so ruhig und verzweifelt und neben der Spur. Ich bin auch manchmal sehr gedankenverloren und kann mich damit sehr gut identifizieren. Es ist auch kein 08/15-Song, spontan fällt mir nicht viel wirklich Vergleichbares ein.

Reinhören:

[Song]
[Lyrics]

LG,
RB
"Und ich beiß' deinen Namen ins Gras..."

Donnerstag, 20. März 2014

Platz 7: "Another love song" - Queens of the stone age

Fakten:
Titel: "Another love song"
Interpret: Queens of the stone age
Erscheinungsjahr: 2002
Album: "Songs for the deaf" (Track 12)
Länge: 3 min 10

Einstieg:
Ich hab das Lied zum ersten Mal auf dem Weg nach Fehmarn gehört, so wie das ganze Album "Songs for the deaf". Deswegen sind die Songs bei mir jetzt allesamt mit einer Art Drive belegt. Mit Reisefieber und Bewegung. Im Prinzip ist das Album ja auch auf Reisen ausgelegt. Die Band bindet immer wieder Radioansagen ein und ganz zu Beginn hört man, wie jemand ins Auto einsteigt und das Radio einstellt. Am Schluss von "Another love song" kommt daher auch eine kleine Ansage.
Das Lied ist zwar eher unbekannt, gehörte aber seit dem ersten Hören zu meinen Lieblingsstücken.

Inhalt:
Es geht (mal wieder) um Trennung. Aber ganz anders als in "Begin the end" (siehe Platz 10). Hier steht Frustration und ganz allgemeine Kritik im Vordergrund und nicht diese tiefe Traurigkeit. Der Song ist viel unbeschwerter, einfach nur trotzig. "It's just another love song" - Es läuft doch eh immer gleich ab.
Soweit ich das verstehe, geht es also um Beziehungsmuster und ganz allgemein um Muster, die sich immer wiederholen.

Persönlicher Bezug:
Wie gesagt, ich verbinde mit dem Song das Reisen und er hat wirklich ziemlich viel Schwung. Die Pausen, der Rhythmus, alles passt für mich ziemlich gut zusammen und reißt mich mit. Außerdem kenne ich dieses Trotzgefühl: ist doch alles gleich, lasst mich in Ruhe, bätsch.
Ich finde einen Song, der "Another love song" heißt, auch viel interessanter, als die typischen "Love songs" die man so kennt. Er ist eben anders und das finde ich gut.
Und ganz allgemein interessiere ich mich für Muster, die ablaufen, und Dinge, die immer gleich sind.

Es gibt diesmal kein Video, aber anhören könnt ihr euch das Lied trotzdem:

[Song]
[Lyrics]

LG,
RB
Fehmarn :)